Tag Archive for 'pirx'

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Sprecht jetzt! Was ist falsch mit ‘Planet Jogspace’?

Hallo liebe FreundInnen von JogSpace.

Nachdem wir heute die Startseite von jogspace ein bisschen aufgebohrt haben, haben wir nochmal darüber nachgedacht, was sonst noch zu ändern wäre. Anscheinend passt vielen Leuten der Planet nicht. Warum ist uns nicht ganz klar, und wir wollen ihn auch nicht einfach mal irgendwie ändern.

Daher! Wenn ihr irgendwelche Änderungen haben wollt, beim Planet oder sonstwo im Jogspace, dann schreibt doch bitte einen Kommentar mit Vorschlägen, gleich hier bei diesem Artikel. Vorher passiert sonst gar nichts.

“Ha.” freut sich Pirx.

Mehr über politische Blogs.

Für alle die in Dresden nicht dabei waren: Wir haben in Dresden die Blogging-community jogspace.net gestartet. Ziel ist es, zum einen repräsentative Seiten für JOG zu schaffen, aber auch, die vielen Aktiven von JOG zum Schreiben und Publizieren zu kriegen. Wir sehen jogspace.net als politische Blogging-community. Deswegen haben wir allen TeilnehmerInnen des Workshops in Dresden auch das tolle Buch “Wir sind der Iran — Aufstand gegen die Mullahs — die junge persische Weblog-Szene” von Nasrin Alevi mitgegeben. Allen anderen sei es auch nochmal als Lektüre wärmstens nahegelegt! Das tolle an dem Buch ist die Beschreibung der Autorin, angereichert durch viele viele Beispiele, wie Schreiben über das persönliche Leben sehr politisch sein kann. Wir dachten uns: wenn geduldete Jugendliche aus Deutschland anfangen, über ihr Leben zu schreiben, dann fällt das mindestens genauso politisch aus, schärft das Profil von JOG und vermittelt all den Leuten in Deutschland, die immer noch denken, dass ein Leben als AsylbewerberIn ein Leben in Luxus ist, mal endlich die Wahrheit.

Jetzt bin ich heute auf einen anderen politischen Weblog gestossen. In meiner Lieblingszeitung, der Jungle World, ist ein Interview mit einem ägyptischen Blogger mit dem Spitznamen “Sandmonkey”. Endlich haben die mal aufgehört, dumme Politiker zu interviewen, und widmen sich endlich wieder Themen, die die Jungle schon immer ausgezeichnet haben. Ich mag die Jungle nämlich für ihre undogmatische Sicht auf die Welt, inbesondere auf die Linke. Und just in dem Interview mit “Sandmonkey” findet sich eine Aussage, die ich wiedergeben will:

frage: Du hast im Mai vorgeschlagen, eine internationale politische Organisation zu gründen, die sich für den Schutz der Blogger und das Recht auf Redefreiheit einsetzt. Was ist daraus geworden?

Viele Leute haben mir ihre Unterstützung versprochen. Aber als es ernst wurde, haben sich die meisten nur als Schwätzer und Heuchler erwiesen. Am meisten haben sich Leute aus der amerikanischen Rechten für eine solche Organisation interessiert. Ich will aber nicht, dass die Organisation als rechts etikettiert wird. Ich habe gehofft, dass sich für das Recht auf Redefreiheit auch Linke einsetzen würden. Aber die Linke hat es abgelehnt, mit mir zusammenzuarbeiten, obwohl es nur um die Verteidigung eines Grundrechts geht.

frage: Warum?

Weil die Linke immer demselben Muster folgt. Sie schließen Bündnisse mit Leuten, die denselben Gegner haben, und die Linke hält die USA für ihren schlimmsten Feind. Und deshalb unterstützt sie lieber die Muslimbruderschaft als eine Organisation, der ein prozionistischer und pro­amerikanischer Sandmonkey angehört.

frage: Unterstützen Linke die Muslimbruderschaft, weil sie glauben, dass ein Bündnis mit ihnen zum Sturz der Mubarak-Regierung führen könnte?

Ja. Viele Linke setzen sich für die Anerkennung der Muslimbruderschaft als Teil der ägyptischen Nation ein. Natürlich wollen die Linken keine islamistische Regierung. Es ist eine Sache, sie in ihren Grundrechten zu unterstützen, es ist jedoch eine andere, ihnen zu erlauben, das Land zu regieren. Trotzdem gibt es vor allem Londoner Sozialisten, die es für richtig halten, gegen den amerikanischen Imperialismus die Muslimbrüder zu unterstützen. Und die nehmen diese Hilfe dankbar an und betrügen die Linken.

frage: Weil die Hoffnung vieler Reformisten auf eine moderate Muslimbruderschaft falsch ist?

Ja. Die Muslimbrüder sind keine Lösung. Sie sind weder für die Demokratie noch für gleiche Rechte. Anfang Oktober haben sie ihr politisches Programm veröffentlicht. Darin sagen sie explizit, dass das Amt eines Ministers oder des Präsidenten in Ägypten weder von einem Christen noch von einer Frau besetzt werden kann und dass ein islamischer Rat zur Überwachung der Regierung gebildet werden sollte. Das klingt nicht nach Demokratie, sondern eher wie die Army of Islam.

Die Hoffnung auf moderate Muslimbrüder kommt daher, dass es zwei Fraktionen gibt. Der moderate Teil präsentiert sich auf der Homepage www.ihwanweb.com. Er gibt der Muslimbruderschaft ein freundliches Image, auf das im Übrigen auch Teile des amerikanischen State Department hereinfallen. Einer von Ihwanweb ist Ibrahim al-Hudaiby. Er übersetzt alle Reden von Mohammed Mahdi Akef, dem obersten Führer der Muslimbrüder. Das, was Akef sagt, und das, was übersetzt wird, sind zwei völlig verschiedene Sachen. Alle wissen, dass die richtige Übersetzung die sofortige Einstellung jeglicher internationaler Unterstützung zur Folge hätte.

Er (oder sie? so klar ist das gar nicht) redet natürlich über die ägyptische Linke. Aber auch in der deutschen Linken finden sich so seltsame Anwandlungen. Könnt ihr zum Beispiel bei meinem Freund bikepunk089 nachlesen. Wie auch immer. Das ganze Interview gibt es online, und hier ist noch der Link zu Sandmonkey’s Blog. Viel Spass.

good news everybody

Die Abschiebung der Familie Ora ist jetzt erstmal bis zum 14.11 aufgeschoben worden. Wir kümmern uns weiter, denn unter einem Bleiberecht akzeptieren wir nichts.

Urgent Action: Familie Ora bleibt!

Hmm, das muss jetzt schnell gehen.

1. Sachverhalt:

Noch bevor das neue Bleiberecht greift, wollen die Straubinger Behörden eine katholische Familie nach Syrien abschieben. Trotz zwölf Jahren Aufenthalt, Deutschkenntnissen und guter Integration wurde Familie Ora am Montag Morgen überfallartig von der Polizei abgeholt und soll am Mittwoch abgeschoben werden. Die Empörung in der Gemeinde ist groß: Ein Bündnis aus Kirchengemeinden, Pfarrern, Freunden der Familie, LehrerInnen der Kinder, SozialarbeiterInnen und dem Bayerischen Flüchtlingsrat versucht die Abschiebung noch zu verhindern.

Siehe auch hier.

2. Jetzt die Abschiebung stoppen. Diese ist für Mittwoch, also morgen geplant. Wenn die Familie erstmal außer Landes ist, wird es erheblich schwieriger, sie wiederzuholen und ihr Bleiberecht durchzusetzen, siehe bspw. den Fall von Gazale Salame.

Hier ist das Antiabschiebefax. Macht was damit!

Transaero Airlines
c/o Deutsche Everest 3000 GmbH
Baseler Str. 35-37

Tel: Frau Sternberg 069-27103822
Zentrale: 069-237711
Per Fax: 069-237715

z.H.: Frau Sternberg / Betrifft Transaero Flug UNR308

Sehr geehrter Frau Sternberg,

wie ich soeben erfahren habe, ist für den Transaero Flug UNR308 an diesem Mittwoch um 15 Uhr die Familie Ora eingebucht. Die Familie fliegt nicht freiwillig und hat angekündigt sich zu Widersetzen. Bitte lsie daher dieses Schreiben auch an den Flugkapitän und die Flugsicherheit weiter. Die Familie wird rechtswiedrig aus Deutschland abgeschoben da sie einen Anspruch auf ein Bleiberecht nach §104a Aufenthalsgesetz hat und ein dementsprechendes Verfahren anhängig ist. Die Familie hat keine Straftaten begangen und ist seit 12 Jahren in Deutschland.

Als Angehörige der katholische Assysrer war die Familie Ora 1996 vor der Verfolgung durch arabische Muslime und die Al Baath-Partei nach Deutschland geflohen und ist inzwischen sehr gut integriert.

Sandra Ora (17) besucht die Pindl Wirtschaftsschule in Straubing und will danach studieren. Der 14-jährige Sharbel macht gerade seinen Realschulabschluss und schreibt durchweg gute Noten. Assyrisch und Arabisch sprechen die beiden fast gar nicht, dafür aber sehr gut Deutsch. Sie sind bereits als Kleinkinder nach Deutschland gekommen. Straubing ist ihre Heimat, an Syrien haben sie keine Erinnerung.

Während ihrer 12 Jahre in Deutschland haben auch der Vater, die Mutter und der älteste Sohn Bilos (20) deutsch gelernt. Die Familie besucht jeden Sonntag die Kirche und hat in Straubing Freunde und ein Leben ohne Angst gefunden.

Ich fordere Sie auf den Flug der Familie Ora zu stornieren und das sauberer Image ihrer Fluglinie zu bewahren. Ich hoffe, dass ich es weiterhin mit meinem Gewissen vereinbaren kann mit Transaero zu fliegen und verbleibe mit freundlichen Grüßen,

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Ort, Datum, Unterschrift

jogspace Hautpseite online.

Wollte nur allen Leuten mitteilen, dass wir die neue Hauptseite von jogspace.net in Betrieb genommen haben. Ich fänd es ja toll, wenn die anderen BloggerInnen auch ein bisschen Werbung dafür machen würden.

haha

Exploits of a Mom

Ich weiss, versteht kaum jemand, aber ich find’s tatsächlich echt lustig. von hier.

Rola bleibt!

Ich möchte euch auf Rola Saleh hinweisen, ein sehr aktives Mitglied von J.O.G., die von der Abschiebung bedroht ist. Sie schreibt:

Ich wurde 1978 im Libanon geboren. Während des Bürgerkrieges im Libanon schickten meine Eltern mich nach Deutschland. Hier lebte ich von 1986 bis 1991, ging hier zur Schule und lernte deutsch. Mit 13 Jahren musste ich auf Anweisung meines Vaters in den Libanon zur Verheiratung zurück. Deutschland hat mich wesentlich geprägt. Trotzdem musste ich mich den patriarchalen Strukturen meiner Familie fügen und durfte nicht mehr zur Schule gehen. Den künftigen “Ehemann” kannte ich nicht. Ich widersetzte mich der Zwangsheirat und floh zweimal innerhalb Libanons. Angehörige fanden mich und brachten mich zurück. Seit Jahren verdränge ich, was dann geschah.

Nach der Zwangsverlobung stand die Hochzeit kurz bevor. In meiner großen Not flüchtete ich im Oktober 2000 in die BRD und stellte einen Asylantrag. Dieser wurde abgelehnt. Seit Januar 2005 habe ich den Abschiebungsbescheid.

Wenn ihr etwas für sie tun wollt, was ich hoffe, dann holt euch die Unterschriftenliste und sammelt Unterschriften für sie.

Vorträgliches

Wir haben letzte Woche gemeinsam einen Vortrag zum Thema Flüchtlingsabwehr an den EU-Außengrenzen gehalten. Motivation ist, dass ja immer weniger Flüchtlinge/MigrantInnen legal in die EU einreisen können, sondern schon an den Außengrenzen abgehalten werden. Die Lager in Deutschland werden dabei immer leerer, und klassische Arbeit in der Flüchtlingssolidarität wird immer schwieriger, zum einen, weil eben immer weniger Leute da sind, zum anderen, weil auch die Öffentlichkeit das Thema bald nur noch als Randthema wahrnehmen wird und wir Probleme haben werden, unsere Inhalte unterzukriegen. Deshalb haben wir angefangen, unsere Aufmerksamkeit auch auf die EU-Außengrenzen zu richten. Wir möchten hier aber nocheinmal klar sagen, dass es umso wichtiger ist, für all die Flüchtlinge, die seit Jahren mit der Duldung leben, endlich ein Bleiberecht zu erstreiten, und dafür werden wir uns auch weiter einsetzen. Es ist wichtig, nicht von einem Aktionsfeld zum nächsten zu springen, sondern Konsequenz zu zeigen. Dennoch wollen wir auf der Höhe der aktuellen Entwicklung bleiben, und deswegen halten wir eine Beschäftigung mit der EU für unumgänglich.

Der ganze Artikel ist bei der Karawane erschienen.

Theme jog-box stabil

Wir haben uns gestern nochmal das Standard Theme von Jogspace vorgenommen. Dabei sind vor allem zwei Sachen passiert. Erstens haben wir eine weitere css datei eingebunden, damit nun die meisten Farben auf der Seite schnell und einfach individuell gestaltet werden können. Und zweitens mussten wir die Hauptspalte verbreitern, damit eingebundene youtube Videos da auch reinpassen. Die normative Kraft des Faktischen…

Auf jeden Fall habe ich die Versionsnummer vom Theme ‘jog-box’ erstmal auf 1.0 gehoben, um es als stabil zu deklarieren. Aber ein paar kleine Unstimmigkeiten sind mir leider schon wieder aufgefallen.

Fresh Familee – Ahmed Gündüz

Hmm, schon der zweite Eintrag heute. Wie auch immer, gestern habe ich mir nochmal das Buch “Fear of a Kanak Planet – Hiphop zwischen Weltkultur und Nazi-Rap” von Hannes Loh und Murat Güngör vorgenommen. Es hatte mich ja damals sehr begeistert, und ich wollte ein bisschen drin rumschmökern. In dem Buch geht es vor allem darum, dass es schion lange vor Fanta4 und Freundeskreis deutschsprachigen Hiphop in Deutschland gegeben hat. Aber eben nicht von Deutschen, sondern von migrantischen Jugendlichen, die sich das angeeignet haben, um über ihre Situation in Deutschland berichten zu können (hmm, so ähnlich soll das mit jogspace ja auch funktionieren…).

Auf jeden Fall steht an einer Stelle, dass das Lied “Ahmed Gündüz” von Fresh Familee für einen Rapper die Einstiegsdroge schlechthin war. Nach ein bisschen Recherche scheint es so, als ob dieses Lied einer der allerersten deutschsprachigen HipHopTracks war, und das hat mich natürlich total angefixt. Das Lied wollte ich hören (aus Liebe zu gutem Hiphop und aus geschichtlicher Neigung). Ich habe es gefunden, die Message ist gut (und erinnert ganz schön an JOG) und ich will es euch nicht vorenthalten.

Random Text

In Hanau wohne ich in einem Hochhaus viele bezeichnen das Viertel als Assozial oder Ghetto aber ich wohne dort gerne. Hier gibt es viele Jugendliche und es ist selten langweilig.- by Mehmet

Jugendliche ohne Grenzen