Monthly Archive for November, 2008

Presse zu den JOG-Aktion zur IMK

Letzte Woche haben die Jugendlichen ohne Grenzen ein Protestprogramm zur Innenministerkonferenz veranstaltet. In diesem Artikel werde ich nach und nach einen Pressespiegel erstellen und verlinken, ich hoffe ich kriege noch alles zusammen – wird aber ein bischen Dauern.

20.10. DPA – Jugendproteste zur Innenministerkonferenz

08.11. Junge Welt – »Kinderrechte gehören ins Grundgesetz«

17.11. TAZ – Protest bei Ministers

18.11. Potsdamer Neueste Nachrichten – Hochkarätiges Polit-Treffen und Protest

19.11. Junge Welt – »Sechs Innenminister stehen in der engeren Wahl«

19.11. RBB – Radio Multikulti (Interview mit Paimane)

19.11. BR – Interkulturelles  (Interview mit Mohammed)

20.11. ZDF – Mittagsmagazin (>> zu finden in der ZDF Mediathek)

20.11. ZDF – Heute-Journal (>> zu finden in der ZDF Mediathek)

20.11. Deutschlandfunk, 18:40 Uhr

20.11. RBB – Radio Multikulti (Interview mit Tobias)

21.11. BR – Südwild (>> zu finden bei Südwild)

20.11. DPA – Innensenator Ahlhaus ist “Abschiebeminister 2008” (z.b bei Welt Online)

20.11. DPA – Ahlhaus: Titel «Abschiebeminister 2008» Kompliment (z.b bei Hamburg 1)

20.11. DDP – Jugendinitiative wählt “Abschiebeminister 2008” (z.b bei NRW TV)

20.11. DDP – Ahlhaus: Bin kein Abschiebeminister (z.b bei Welt Online)

20.11. DDP – Demonstration gegen Innenministerkonferenz (z.b bei Welt Online)

21.11. Hamburger Abendblatt – Flüchtlingsinitiative: Ahlhaus ist “Abschiebeminister 2008”

21.11. TAZ – Ahlhaus ausgezeichnet

21.11. Neues Deutschland – Stolz auf Abschiebungen

21.11. Junge Welt – Jugendliche kürten Abschiebeminister

21.11. Westfälische Nachrichten – Bleiberechtsinitiativen ausgezeichnet

21.11. Ahlener Nachrichten – Preis für viel Engagement

21.11. RBB – Radio Kultur

21.11. Potsdamer Neueste Nachrichten (Titelseite) – Titelbild mit Bildunterschrift

21.11. Potsdamer Neueste Nachrichten (Mantelteil)  – Keine Ausnahme für Demonstration

Sagenhafte Solidarität

Was Tschingis besonders in Erinnerung geblieben ist, ist der Abend am Lagerfeuer mit den anderen aus der Gruppe.

Alles begann im Gutshaus Glashagen, wo wir „Jugendliche ohne Grenzen“ (JoG) aus Mecklenburg-Vorpommern uns für ein Wochenende trafen, um unsere erste eigene große Aktion vorzubereiten.

Die Wanderausstellung „Sagenhafte Solidarität“ von der Stiftung „Nord-Süd-Brücken“, die sich thematisch mit den Millenniumsentwicklungszielen (Millennium Development Goals – MDG’s) beschäftigt, sollte nach Greifswald geholt werden.

Die MDG’s waren deshalb auch das Thema, mit dem wir uns mit Hilfe einer Referentin vom Ökohaus Rostock am ersten Tag beschäftigten. Das hat Müslüm am besten gefallen. Er sammelt gern neue Informationen. Später sollten wir dann einen ersten Einblick in die Ausstellung bekommen, die wir der Greifswalder Öffentlichkeit präsentieren wollten.

 

„Sehr eindrucksvoll“; „Scheiß Wohlstandsarroganz“; „Einfach anfangen! Nicht nur reden und so tun als ob“; „Solidarität darf nicht nur ein Wort sein“; „Sehr einfach aber sinnvoll“; „Drückt sehr viel aus“ „Man wird immer darauf gestoßen, was das alles mit einem selber zu tun hat“ – Das waren unsere ersten Reaktionen auf diese Austellung der etwas anderen Art. Es handelt sich um eine Wanderausstellung, die die Ergebnisse eines unter Kunststudenten zum Thema MDG’s ausgeschriebenen Plakatwettbewerbs vereint. Sehr eindrucksvolle Bilder beleuchten die Thematik aus verschiedensten Perspektiven.

Doch wie können wir die Plakate angemessen präsentieren? Wie kann die Ausstellung besser in Szene gesetzt werden? Diese Fragen bewegten uns.

Wir wollten Öffentlichkeit erreichen und gleichzeitig Inhalte ausdrücken. „Theater!“ war die Antwort. Gemeinsam entwickelten wir an dem Wochenende eine möglichst aussagekräftige Szene.

Was folgte waren Wochen der Vorbereitung: Ein Raum musste organisiert, Requisiten gebastelt, Musik beschafft, die Veranstaltung geplant und Werbung gemacht werden.

Einen Monat später war es soweit:

Eine Frau in Weiß schwebt sanft über den Fischmarkt in Greifswald, doch plötzlich kommt sie zu Fall, ein „Stein“ aus Kindersterblichkeit, Wasserknappheit, AIDS und Malaria bringt sie zum Sturz, mit schmerzverzerrtem Gesicht liegt sie hilflos am Boden. Da kommt ein Mann in Krawatte und Anzug vorbei. Erschrocken durch den erbärmlichen Anblick der Frau geht er schnell vorbei, nur um sein Gewissen an der nächsten Ecke mit einer sehr sehr kleinen Spende aus seinem prall gefüllten Portemonnaie an die „Entwicklungshilfe“ zu beruhigen. Flehend liegt die Frau weiter am Boden bis endlich zwei Menschen auftauchen, die den Stein aus Wasserknappheit, Hunger, Armut, Kindersterblichkeit und AIDS nach und nach in Stücke zerreißen, wodurch sie mit jedem Mal der gestürzten Frau mehr zum Aufstehen und zur Heilung verhelfen.

Diese kleine Theaterszene nahm Bezug auf die im Jahre 2000 von fast allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verkündeten Millenniumsentwicklungsziele, zu deren Verwirklichung bis 2015 sie sich verpflichteten.

Ziel 1: Ausrottung von Hunger und extremer Armut

Ziel 2: Allen Kindern eine Grundschulbildung ermöglichen

Ziel 3: Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und der Beteiligung von Frauen

Ziel 4: Verringerung der Kindersterblichkeit

Ziel 5: Verbesserung der Gesundheit von Müttern

Ziel 6: Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen Krankheiten

Ziel 7: Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit

Ziel 8: Entwicklung einer globalen Entwicklungspartnerschaft

Kaum war unser Straßentheater vorbei, ging es auch schon eilig weiter. Wir hatten die Ausstellungseröffnung im Greifswalder Stadtteiltreff „Labyrinth“ vorzubereiten.

Mit einer Eröffnungsrede zu den MDG’s von Thomas Schmidt vom Weltblicjk e.V. und Weltladen, der mit einem kleinem Informations- und Verkaufsstand vertreten war, begann der Abend. Tschingis hebt das Essen als besonderes Highlight des Abends hervor. Kein Wunder: Es gab ein wahnsinnig tolles internationales Buffet!

Ich persönlich bin noch jetzt beeindruckt, wenn er daran denke, wie viele Leute an diesem ersten Abend in die Ausstellung gekommen waren. Es waren fast 50 Menschen gekommen.

„Beeindruckend,“ meinte auch Jenny aus Berlin. „Die Ausstellung kann Inhalte vermitteln, schockieren und zum Nachdenken anregen und kommt dabei ohne einen Holzhammer aus.“

Ihren musikalischen Ausklang fand die Veranstaltung mit einem kleinen Chor, der Lieder aus aller Welt vortrug.

Ein Teil der Ausstellung ist unter www.nord-sued-bruecken.de zu sehen. Dort erfahrt Ihr auch, wo man sie sich kostenlos und ganz unkompliziert ausleihen kann.

 

Shahrzad, die 18jährige Initiatorin von JoG M-V ist zufrieden. „Noch vor einem halben Jahr gab es JoG hier in Greifswald noch nicht und nun haben wir eine solche Veranstaltung auf die Beine gestellt!“ „Und das soll keine einmalige Sache bleiben,“ ergänzt Müslüm. „Wir sind dabei, weitere Aktionen zu planen.“

Die JoG-Gruppe trifft sich immer montags um 16 Uhr im Greifswalder Jugendzentrum klex und freut sich über weitere Mitstreiter.

 

Voted für SOS – Wer stoppt das Sterben?

Hi Leute, das Jugendnetz Wetzlar, die schon lange Teil der Proteste für Bleiberecht sind, haben ein Video gegen das Sterben an den EU-Außengrenzen gemacht und beim Filmwettbewerb der Gesellschafter eingereicht. Unterstützt wir Sie dabei indem wir für Sie voten und das Video weiterverbreiten.

JETZT VOTEN!

welcome to the bavarian dschungle

Heute wird einer unserer JOG-Mitstreiter von München aus in ein Flüchtlingsheim in Böbrach, mitten im Bayerischen Wald umverteilt.* Er ist erst 17 Jahre und ist vor 2 Monaten alleine nach Deutschland gekommen. Jetzt muss er im Bayerischen Dschungel leben. Die Unterkunft befindet sich am Rand des 1.600 Seelen Dorfes mitten im Bayerischen Wald. (der nächste Eintrag neben der Adresse des Heims auf googlemaps ist: Naturpark Bayerischer Wald…

Jugendhlife die er in München gekriegt hätte kann er dort vergessen – Sprachkurse, Ausgehen, Schulbesuch, etc. auch… Das die Bayerische Regierung jetzt sogar unbegleitete Minderjährige in die Isolation irgendwelcher Dschungelheime am Rande der Welt schickt war mir so auch noch nicht klar. Hier mal ein paar Fotos von der Gegend – zum wandern sicher schön, zum Leben…

Böbrach

Wir hatten noch probiert das zu verhindern, aber obwohl bei ihm Jugendhilfebedarf festgestellt wurde und das Jugendsozialwerk eine Vormundschaft übernehmen würde, werden die Leute mittlerweile an den Rand der Welt umverteilt und so jeglichen Beratungs-, Kultur- und Hilfsangeboten entzogen… Und ganz abgesehen davon: Was erdreistet sich dieser Staat Menschen zu befehlen in welchem Kaff sie zu wohnen haben!

FLÜCHTLINGSLAGER ABSCHAFFEN! DSCHUNGLE-CAMPS ERST RECHT! SELBSTBESTIMMUNG STATT BEVORMUNDUNG!

*Flüchtlinge die in Deutschland ankommen kommen zunächst in eine zentrale Aufnahmestelle (z.B. die Baierbrunnerstr in München) von dort werden sie auf die existierenden Flüchtlingslager verteilt.

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Mobvideo gg. Naziaufmarsch am 15.11. in Muc

Servus Leute,

am 15.11. sind die Nazis in München unterwegs. Beteiligt euch an Protesten und Aktionen (http://demontage.blogsport.de/)! Deutsche Täter_innen sind keine Opfer – und schon gar keine Held_innen! Die Verherrlichung des Nationalsozialismus stoppen! Volkstrauertag abschaffen!

15.11. Antifaschistische Kundgebung 10:30 Uhr, Marienplatz, München

Und hier noch ein super Mobvideo, sehr gut gemacht – also bitte weiterverbreiten:

[youtube fZr5hY7WXbg]

Random Text

Seit zwei Jahren arbeite ich im Bleiberechtsbündnis in Hanau mit. Am Anfang war ich als Dolmetscher für meinen Vater dabei aber dann habe ich dort andere Jugendliche getroffen die auch nur in Deutschland geduldet waren. - by Mehmet

Jugendliche ohne Grenzen